Wohnpsychologie

Was ist Wohnpsychologie? Fragte ich mich, als ich den Begriff das erste Mal hörte. Das Wort kam mir zwar bekannt vor, jedoch konnte ich nicht wirklich was damit anfangen. So geht es vielen. Wenn ich neue Personen kennenlerne, fällt nach geraumer Zeit die Frage: Was machst du Beruflich? Auf meine Antwort erhalte ich ratlose Blicke und neugierige Fragen.

In diesem FAQ erkläre ich ihnen das Berufsfeld eines Wohnpsychologen in einem kurzen Frage / Antwort Schema:

1. Was sind die Aufgaben eines Wohnpsychologen?

2. Wie ist Wohnpsychologie definiert?

3. Woher Stammt der Begriff Wohnpsychologie?

4. Was sind die Unterschiede eines Architekten und Wohnpsychologen?

5. Ähnelt Wohnpsychologie dem Feng Shui oder anderen östlichen Einrichtungsstilen?

6. Woraus besteht die Ausbildungen zum Wohnpsychologen?

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1. Was sind die Aufgaben eines Wohnpsychologen?

Wohnpsychologen helfen Menschen bei der Gestaltung und Umsetzung von Wohnräumen. Dabei wird besonders auf die Bedürfnisse des Klienten eingegangen. Wenn sie sich in ihrem jetzigen Umfeld unwohl fühlen, kann dies an der Wandfarbe, den Möbeln,  Bildern oder der Anordnung von Gegenständen liegen, die ihr Wohlbefinden unterbewusst beeinträchtigen. Ich helfen ihnen diese Objekte zu identifizieren und erkläre ihnen wie sie ein optimales Wohlfühlklima erschaffen.

2. Wie ist Wohnpsychologie definiert?

Wohnpsychologie ist eine Form der Architekturpsychologie, welche der Umweltpsychologie zugehörig ist. Sie beschäftigt sich mit der Wechselbeziehung von Mensch und seiner Umwelt. Allgemein gesagt ist sein ein kleines Teilgebiet der Psychologie.Sie dreht sich um die Wahrnehmung von Farben, Licht, Formen und Materialien, zudem beschäftigt sie sich mit deren Einfluss auf die menschliche Psyche.

3. Woher Stamm der Begriff Wohnpsychologie?

Die Wissenschaftliche Architekturpsychologie gibt es seit den 60er Jahren, etwa 10 Jahre später wurde auch erstmals von der Wohnpsychologie berichtet. Sie entstand, als sich Architekten und Psychologen bei der Planung von Schulen und Krankenhäusern beschäftigten und Forschungsarbeiten dazu ausarbeiteten.

4. Was sind die Unterschiede eines Architekten und Wohnpsychologen?

Eine Wohnpsychologe konzentriert sich immer auf die Bedürfnisse des Menschen, wobei der zu gestaltende Raum eine untergeordnete Rolle spielt. Bei einer wohnpsychologischen Beratung erkundige ich mich über die Wohnbedürfnisse, Wohngeschichte, und Vorstellungen des Kunden. Dabei werden auch familiäre Verhältnisse miteinbezogen (Familien mit Kindern benötigen andere Wohnbedingungen als Alleinstehende). Sobald ich mir über den Klienten und seine Bedürfnisse ein Bild gemacht habe, kann ich mit der Raumplanung beginnen.

Ich entwickle mit dem Kunden zusammen Raumideen wie z.B: Welche Möbel, welche Farben, nötige Umbauten, etc. In den meisten Fällen sind es aber nur kleine Veränderungen die einen großen Unterschied zwischen Wohlfühlumgebung und Unzufriedenheit ausmachen.

 5. Ähnelt Wohnpsychologie dem Feng Shui oder anderen östlichen Einrichtungsstilen?

Obwohl Wohnpsychologie und Feng Shui das gleiche Ziel haben (optimale Gestaltung für den Menschen), hat Feng Shui ganz anderen Ursprünge. Beim Feng Shui wird eine chinesische Philosophie verfolgt, bei der ein harmonisiertes Leben und der geistige Einklang mit der Umwelt im Vordergrund steht.

Die Wohnpsychologie hat seine Wurzeln in wissenschaftlichen Konzepten, die in westlichen Ländern entworfen wurden. Für Wohnpsychologen kommt immer der Mensch an erster Stelle.

6. Woraus besteht die Ausbildungen zum Wohnpsychologen?

Ich selbst bin staatlich anerkannter Psychologie, mit einem Schwerpunkt auf Arbeits- und Organisationspsychologie. Mit der räumlichen Gestaltung beschäftige ich mich schon seit meiner Kindheit, als ich älter wurde, weckte sich mein Interesse zur methodischen Architektur und Raumpsychologie. Sie finden mehr Infos zu mir auf dieser Seite.